„Ich und mein Haus“ – Wenn ganze Familien zu Gott finden
mit Tayfun und Sezer
Flucht und Neuanfang
Sie wurde geschlagen und beinahe umgebracht – von ihrem eigenen Ehemann, dem Vater ihrer drei Kinder. Die Polizei wollte sich nicht in „Familienangelegenheiten“ einmischen. Also entschied sich Elif* zu einem radikalen Schritt: Mit ihren Kindern floh sie nach Deutschland, auf der Suche nach Liebe und Freiheit.
Diese erlebte sie in der Gemeinschaft unserer Gemeinde – dorthin hatte sie jemand eingeladen. Als meine Frau Sezer und ich Elif* im März 2024 dort kennenlernten, erzählten wir ihr von Jesus. Der Heilige Geist berührte Elif* so stark, dass sie die Liebe Gottes intensiv spürte – und noch am selben Tag ihr Leben Jesus übergab.
Kampf um ihren Sohn
Doch ihr neuer Glaube wurde direkt auf die Probe gestellt: Auch ihr Sohn suchte nach Freiheit – aber bei den falschen Freunden. Er kam in Kontakt mit Drogen und wurde im Rausch gewalttätig gegenüber seiner Mutter. Wir beteten für ihn. Kurz darauf entschied er sich, einen Entzug zu machen. Heute ist er frei von seiner Sucht und beginnt im Sommer eine Ausbildung.
Vor drei Monaten berührte der Heilige Geist auch Elifs* Tochter Maha* so stark, dass sie ebenfalls ihr Leben Jesus anvertraute. Am 18. Mai 2025 wurde Elif* getauft. Ihre Geschichte ist eines der Wunder, das der Herr in den vergangenen Monaten in unserem Leben gewirkt hat.
Gottes Timing für eine andere türkische Familie
Eine andere türkische Familie hatte lange um reife Christen gebetet, die sie im Glauben begleiten könnten. Gott schickte ihnen Sezer und mich. Das Ehepaar hatte grosse Beziehungsprobleme. Seit wir uns regelmässig treffen, erfahren sie Gottes Segen neu.
Sie kennen viele andere Türken, und wir möchten sie darin ausrüsten, das Evangelium weiterzugeben. Vor einem Jahr schenkten wir Nadir*. eine türkische Bibel, die Global Nomads übersetzen liess. Er kam dadurch zum Glauben – und gab die Bibel weiter an Pinar*.
Pinar* ist zum zweiten Mal verheiratet und gehört einer sehr strengen islamischen Sekte an. Ihre Familie übt enormen Druck auf sie aus, eine „gute“ muslimische Ehefrau zu sein. Trotzdem wagte sie es, die Bibel zu lesen – und entdeckte darin die Liebe Gottes. Pinar* hatte früher selbst Kontakt mit Geistern aufgenommen. Gestern besuchten wir sie, sie tat Buße und lud Jesus in ihr Leben ein.
In der Türkei: Samen gehen auf
Aber nicht nur in Deutschland gebraucht uns Gott. Sezer und ich sind derzeit im Dorf ihrer Familie in der Türkei. Wir beteten dort für Erweckung und machten Gebetsspaziergänge. Die Menschen in den Dörfern sind dem Evangelium gegenüber oft sehr verschlossen. Auch Sezers Familie fühlte sich unwohl damit, dass wir das Evangelium weitergaben.
Doch dann wirkte Gott durch etwas, das fünf Jahre zuvor begonnen hatte: Ein Verwandter, Malik*, der an Multipler Sklerose leidet und von der muslimischen Gemeinschaft keine Hilfe bekam, bat uns damals, ihm Medikamente aus Deutschland mitzubringen. Wir beteten für ihn und versorgten ihn mit allem Nötigen. Daraufhin erzählte er allen, wie Christen ihm geholfen hatten.
Vor einigen Tagen besuchten wir ihn erneut – zusammen mit seinem Sohn. Wir beteten zwei Stunden lang. Beide wurden vom Heiligen Geist tief berührt und gaben ihr Leben Jesus.
Gott schenkt Wachstum – trotz Widerstand
Mit allen vier Familien treffen wir uns regelmässig (mit Malik* online), um Jüngerschaft zu leben. So hart der Boden auch scheint – die Ernte ist reif.
* Alle Namen aus Sicherheitsgründen geändert.
Bitte betet mit uns:
- für Segen über diese Familien und unsere Jüngerschaftszeiten,
- für Schutz vor der islamischen Sekte – besonders für Elif*, Sezer und mich,
- und dafür, dass noch viele weitere Menschen Jesus begegnen.