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November 2025
Ibrahim und Helen 

Reisebericht Malta: Geschichten, die Gott geschrieben hat


mit Ibrahim und Helen

Im November 2025 reisten wir nach Malta – ohne jemals dort gewesen zu sein; wir hatten keine vermittelten Kontakte und kannten niemanden vor Ort. Alles, was wir hatten, war eine Vision, prophetische Worte, das gemeinsame Gebet und ein tiefes Vertrauen darauf, dass Gott uns zu den richtigen Menschen und an die richtigen Orte führen würde.

Und das tat er wirklich: Wir begegneten Menschen aus vielen Nationen, teilten das Evangelium, beteten für Kranke, führten Menschen zu Jesus und sahen, wie Herzen verändert wurden. Gott hat Erstaunliches getan!

Als wir Malta wieder verließen, hatten wir eine große Liste von Menschen: Malteser, die es auf dem Herzen haben, andere Malteser zu erreichen; Menschen, die ihr Leben Jesus übergeben haben; Menschen, die ihm nachfolgen wollen; und Menschen, die Hausgemeinden starten und Gott gehorsam sein möchten.

Mit diesem Bericht nehmen wir dich mit in diese Geschichten, die Gott mit uns geschrieben hat und erzählen dir alles der Reihe nach ...

Gottes Aussenden und prophetische Worte

Ibrahim: Drei Jahre vor unserer Reise hatte mein Vater in Pakistan während einer Gebetszeit ein starkes prophetisches Erlebnis. Er sah, dass ich nach Malta gehen würde und dass Gott mich dort gebrauchen würde. Ein Jahr später lernte ich meine Frau kennen, und wir heirateten. Später bestätigte ein Pastor aus Großbritannien durch ein prophetisches Wort, dass Gott uns in Malta gebrauchen würde.

Geistliche Zeichen und Ermutigung

Kurz vor unserer Abreise nach Malta waren wir beim Peer-to-Peer-Leiterschaftstreffen in Taunusstein. Eine Person sah im Gebet einen Esel – wie den, der Jesus am Palmsonntag trug – und sagte, dass unsere Familie Jesus nach Malta tragen würde. Wir empfingen viele Worte der Ermutigung und die Zusage, dass Gott uns führen werde. Jemand hatte den konkreten Eindruck:

«Ihr werdet einem Mann begegnen, der George heisst. Er ist eine Person des Friedens.»

Mit dieser Erwartung im Herzen machten wir uns auf den Weg – gespannt darauf, was Gott vorbereitet hatte. Wir spürten, dass Gottes Hand auf dieser Reise lag ... 


Erste Begegnungen

Am Tag unserer Ankunft trafen wir eine Frau aus Indien, die sehr offen war. Wir beteten für sie und tauschten Telefonnummern aus. Danach begannen wir, auf den Straßen Maltas das Evangelium in persönlichen 1:1-Gesprächen weiterzugeben.

Einer der ersten Menschen war Jos aus Indien, der in der Gegend wohnte. Zunächst war er zurückhaltend. Doch als er sah, wie wir liebevoll und geduldig zwei von seinen Freunden das Evangelium erklärten und eine echte Freundschaft entstand, gewann er Vertrauen und Mut.

Er stellte uns einem Mann vor, der seit 21 Tagen für Erweckung gebetet und gefastet hatte. Durch ihn fand unser erstes Hausgemeindetreffen in Malta statt, bei dem sich sieben bis acht Gläubige versammelten. Sie sagten, wir seien von Gott gesandt worden als Antwort auf ihre Gebete

Er lud uns zu sich ein, es kamen weitere acht Personen dazu und wir erzählten ihnen, wie wir Hausgemeinde leben, und brachten ihnen einige Werkzeuge für praktische Jüngerschaft bei. Sie waren sehr interessiert daran, zu lernen, wie man Menschen zu Jüngern macht.


Wunder unterwegs

Während einer kurzen Uber-Fahrt erzählte uns Said*, der Fahrer, dass sein Neffe kürzlich Christ geworden war und daraufhin viel Ablehnung von seiner Familie erlebte. Said.* verstand nicht, warum dieser trotzdem am Glauben festhielt.

Wir fragten: «Möchtest du wissen, warum?»
Er bejahte. Dann erzählte er von starken Brustschmerzen, die ihn plagten. Wir sagten ihm, dass Gott heilen kann, und fragten, ob er Jesus sein Leben anvertrauen würde, falls Gott ihn jetzt heilt.

Er stimmte zu. Wir beteten – und sofort verschwanden die Schmerzen.
Als das passierte, erkannte er die Kraft Gottes und übergab sein Leben Jesus.


Gebetsspaziergänge und göttliche "Zufälle"

Während eines Gebetsspaziergangs trafen wir auf einer abgelegenen Baustelle auf ein paar Arbeiter. So kamen wir mit George in Kontakt – er war der Mann, dessen Name bereits in einem prophetischen Eindruck vor unserer Reise genannt worden war.

George erzählte, dass er trotz mehrerer Häuser und der eigenen Baufirma keine Freude und keine Erfüllung in seinem Leben hatte. Wir sagten ihm, dass wir glauben, dass Gott uns besonders für ihn hierher geschickt hatte und dass Jesus ihn ruft. Wir beteten zusammen, der Heilige Geist berührte ihn tief und er gab sein Leben auf der Stelle Jesus. 

Dann überraschte er uns: «Ich habe eine ganz neue Wohnung, noch nie hat jemand dort übernachtet. Wenn Jesus euch geschickt hat, sollt ihr dort wohnen – so lange ihr wollt.» Er lud uns ein, regelmässig zurückzukommen – und wann immer wir hier seien, in seiner Wohnung zu wohnen, um Trainings zu geben und gemeinsam zu dienen. Er ist offen, motiviert und wächst bereits im Glauben.


Trost in der Trauer: Wenn Gott eine zweite Chance schenkt

Im Bus begegneten wir zwei indischen Schwestern aus einer Sikh-Familie. Wir erzählten ihnen von Jesus, doch sie lehnten freundlich ab. Wir rechneten nicht damit, sie wiederzusehen. Doch am letzten Tag liefen wir ihnen erneut über den Weg!
Sie standen unter Schock: Ihr Vater war nur wenige Stunden zuvor in Indien bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

In ihrer Trauer konnten wir sie trösten, für sie und ihre Familie beten und Gottes Frieden aussprechen. Eine der beiden wurde tief berührt und sagte: «Ich spüre etwas, das ich nicht erklären kann … tiefen Frieden.» Sie wollte wissen, wie sie diesen Frieden behalten könne.
Wir erklärten es ihr – und sie entschied sich, ihr Leben Jesus anzuvertrauen. Gott verwandelte einen Moment tiefen Schmerzes in eine kraftvolle Begegnung mit Rettung.


Junger maltesischer Gläubiger

Wir trafen einen 19-jährigen Malteser, der auf eine Fähre wartete. Er hatte zwar seit seiner Kindheit an Jesus geglaubt, war aber seit seinem elften Lebensjahr weder in der Kirche gewesen noch hatte er in der Bibel gelesen und war Jesus nicht aktiv gefolgt. Nachdem er unser Zeugnis gehört hatte, entschied er sich, Jesus wirklich zu folgen. Wir erzählten ihm von Hausgemeinden-Bewegung, woraufhin er den Wunsch äußerte, sich taufen zu lassen und mit seiner Fußballmannschaft eine Gruppe zu starten.


Airbnb-Begegnung führt zur Hausgemeinde-Vision

Während eines Aufenthalts in einem Airbnb half Helen der Gastgeberin – einer katholischen Frau – beim Reinigen der Wohnung. Diese liebevolle Geste öffnete ihr Herz. Helen erzählte ihr Zeugnis, betete mit ihr und brachte ihr das Konzept von sich multiplizierenden Hausgemeinden nahe. Die Frau teilte ihren persönlichen Schmerz und erlebte nach dem Gebet tiefen Frieden

Sie entschied sich, Jesus nachzufolgen und fragte wie sie in ihrem eigenen Zuhause eine Gruppe zu starten könne. Später, als unser Uber storniert wurde, fuhr sie uns selbst zur Baustelle und zur Fähre – und brachte damit Gottes außergewöhnliche Freundlichkeit, die sie eben selbst erfahren hatte, zum Ausdruck. Sie möchte mit uns in Kontakt bleiben und lernen, wie man eine Hausgemeinde startet und leitet.


Eine besondere Begegnung und lang ersehnte Gebetserhörung

An unserem letzten Tag begegneten wir einem Mann aus dem Saraiki-Stamm in Pakistan – dem ersten, den ich in Europa traf, obwohl ich bereits seit neun Jahren dafür bete. Er hörte das Evangelium und zeigte Interesse, sich wieder zu treffen um mehr zu lernen, auch wenn er noch nicht ganz offen war. 


Hausgemeinde in Malta

Gott verband uns außerdem mit einem missionarischen Ehepaar, das unter Studierenden arbeitet: Über Social Media lernten wir einen Mann kennen, der uns zu sich nach Hause einlud. Wir folgten der Einladung und rechneten mit zwei bis drei weiteren Personen – doch mehr als 15 Menschen kamen, hatten Essen vorbereitet sowie einen Lobpreisabend organisiert. 

Wir teilten unsere Vision für Malta und sprachen über sich multiplizierende Hausgemeinden. Die Gruppe war davon sehr inspiriert und äußerte den Wunsch, selbst eine Hausgemeinde zu gründen. Am selben Abend verbanden wir sie per Zoom mit unserer Hausgemeinde in Deutschland, sodass beide Gruppen gemeinsam beten und Gott anbeten konnten. Seitdem treffen sie sich jeden Donnerstag.

Der Anfang von etwas Neuem

Als wir herkamen, kannten wir niemanden. Doch Gott hat uns zu den richtigen Menschen geführt: Menschen aus Malta, Pakistan, Bangladesch, Indien, Ghana und Deutschland hörten das Evangelium, übergaben ihr Leben Jesus und entschieden sich, ihm nachzufolgen. Wir haben den Eindruck, dass Gott auf dieser Insel etwas Neues begonnen hat!

Wir reisten mit dankbaren Herzen ab – und mit einer großen Oikos-Map voller Beziehungen, die Gott weiter wachsen lassen möchte. Darum beten wir und planen, dieses Jahr wieder nach Malta zu gehen, um:

- Jüngerschaftstrainings durchzuführen

- Einheimische zu ermutigen, Menschen zu taufen

- Lokale Leiter dabei zu unterstützen, ihre Vision zu entwickeln, Menschen zu erreichen und neue Leiter auszubilden

Diese Missionsreise hat uns erneut gezeigt, wie Gott Herzen vorbereitet, Türen öffnet und unsere Schritte lenkt. Wir sind dankbar, dass er uns erlaubt hat, ihm zu folgen und ihn auf frischer Tat zu begleiten.

Es gäbe noch viele weitere Geschichten zu erzählen. Wenn ihr mehr hören oder für diese Menschen beten möchtet, kontaktiert uns gerne per E-Mail, WhatsApp, Signal oder Zoom. Wir kommen auch gerne zu eurer Gruppe, teilen Zeugnisse oder beten gemeinsam!

Kontakt:

Helen: helen.masih7@gmail.com

Ibrahim: +49 152 59119819

Danke Gott für deine Führung, Versorgung und die Wunder, die wir auf Malta erleben durften!



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